Fliesen sind nicht nur in Küchen und Bädern beliebt, sondern auch als Treppenbelag im Innen- und Außenbereich sehr geschätzt. Sie überzeugen durch ihre lange Lebensdauer und einfache Pflege. Das Verlegen ist relativ unkompliziert. Hier erfährst du, wie du deine Treppe in wenigen Schritten selbst fliesen kannst. Willst Du auf Nummer sicher gehen, kannst Du auch Treppenfliesen von einem Profi verlegen lassen.
Schwierigkeitsgrad: Je nach Treppenbeschaffenheit einfach bis mittel
Dauer: Bis zu 2 Tage
Material: Fliesen, Fliesenkleber, Fliesenkreuze, Fugenmörtel, Wasserwaage, Zollstock, Bleistift, Kelle, Fliesenschneider, Fuggummi, Fugenschwamm, Silikon, Kartuschenpresse; optional: Gummihammer, Haftgrund, Tiefgrund, Fließspachtelmasse, Sperrschicht
Optisch bieten dir Treppenfliesen zahlreiche Möglichkeiten – hier entscheidet dein persönlicher Geschmack. Bei der Auswahl der Fliesen solltest du jedoch zwei wichtige Aspekte berücksichtigen:
Bevor du mit dem Fliesen der Treppe beginnst, sollte diese tragfähig, sauber und eben sein. Prüfe jede Stufe mit der Wasserwaage und beseitige Schmutz und kleine Unebenheiten mit Reiniger und Spachtelmasse. Je nach Beschaffenheit des Untergrunds musst du diesen noch grundieren: Möchtest du beispielsweise eine Betontreppe fliesen, benötigst du Tiefgrund, da Beton stark saugen kann und dem Fliesenkleber so das Wasser entziehen würde.
Es ist möglich, wenn auch nicht immer ratsam, Fliesen auf Fliesen zu verlegen. Diese sollten dann hohlraumfrei verlegt sein und sicher haften. Da alte Fliesen nicht besonders saugfähig sind, solltest du außerdem noch Haftgrund auf den Untergrund streichen. Alternativ entfernst du den alten Belag, bevor du die Treppe neu fließt.
Lege zuerst lose einige Fliesen auf die Stufen, um die perfekte Aufteilung zu testen. Beginne in der Mitte der Stufe (das misst du mit dem Zollstock aus) und arbeite dich nach außen vor. Zeichne nötige Zuschnitte auf den Fliesen an. Bei einer geraden Treppe ist das relativ einfach, bei einer Wendeltreppe jedoch komplizierter: Hier verlegst du immer von innen nach außen.
Bist du dir sicher, wie du die Fliesen später verlegen willst, kannst du mit dem Zuschnitt der Fliesen weitermachen. Dazu reicht in der Regel ein herkömmlicher Fliesenschneider. Bei besonders dicken Platten musst du unter Umständen auf Spezialwerkzeug wie einen Diamantschneider zurückgreifen. Anschließend kannst du die Treppe fliesen.
Nun wird geklebt und verlegt. Wichtige Regel: Gehe immer von oben nach unten vor, damit du weiterarbeiten kannst, während der Kleber antrocknet. Beginne mit der obersten Trittstufe: Verteile den Fliesenkleber mit der Zahnkelle auf der Treppenstufe und auch auf der Rückseite der ersten Fliese. Setze diese dann auf die Stufe und klopfe sie mit dem Gummihammer an – die glasierte Kante der Fliese sollte dabei nach vorne zeigen. Die Fliese sollte außerdem an der Stufenkante etwas überstehen – etwa so viel, wie sie dick ist. Hast du die erste Trittstufe gefliest, machst du mit der senkrechten Setzstufe weiter.
Zu allen Rändern der Treppe solltest du wie üblich Dehnungsfugen lassen, damit die Fliesen etwas Platz zum Arbeiten haben und später nicht reißen. Mit einem Fugengitter erreichst du außerdem ein symmetrisches Fugenbild.
Nachdem du jede Stufe mit Fliesen verkleidet hast, muss der Fliesenkleber erst einmal trocknen und aushärten. Das kann mehrere Stunden bis einige Tage dauern – beachte hierzu am besten die Herstellerangaben auf dem Kleber.
Danach musst du die Fugen zwischen den Fliesen noch mit Fugenmörtel verschließen. Kratze erst einmal etwaige Kleberreste aus den Fugen heraus und fülle dann den Mörtel hinein. Streiche ihn mit einem Fuggummi diagonal in die Fugen. Lass den Mörtel trocknen und reinige anschließend die Fugen mit dem Fugenschwamm, um letzte Mörtelreste zu entfernen.
Zu guter Letzt spritzt du die Dehnungsfugen mit Silikon aus.
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